Die Altstadt

Dieser Stadtteil liegt am Ufer des Sanhauá Flusses.

Sonnenuntergang aus dem Hinterhof von Hotel Globo. Bild: Claudia Regina
Sonnenuntergang aus dem Hinterhof von Hotel Globo. Bild: Claudia Regina

Dort befinden sich der Porto do Capim, die São Frei Pedro Gonçalves Kirche, das Hotel Globo, das Schießpulverhaus (Casa da Pólvora) und der Antenor Navarro Platz. Die Architektur ist überwiegend neoklassizistisch und kolonial. Manche Gebäude wurden saniert, andere sind nur noch Ruinen.

Bild: Alexandre Marino
Bild: Alexandre Marino

Anfang des 20. Jahrhunderts war das Hotel Globo eine wichtige Adresse, wo Politiker und berühmte Persönlichkeiten Unterkunft gesucht haben, wenn sie nach João Pessoa kamen. Mit einem schönen Blick zum Sanhauá Fluss, bietet sich der Hinterhof als perfekter Standort an, um den Sonnenuntergang zu betrachten.

 

Die São Frei Pedro Gonçalves Kirche ist eine einfache Kirche, die 1840 gebaut wurde. 2000 wurde die Kirche saniert und restauriert und während der Bauarbeiten haben die Techniker die Ruinen einer Festung aus dem 16. Jahrhundert unter der Kirche entdeckt. Heute sind diese Ruinen im Inneren der Kirche ausgestellt.

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... und nachher. Bilder: Smallest Forest
... und nachher. Bilder: Smallest Forest

Das Shießpulverhaus war das Lager des Arsenals. Es liegt strategisch auf einem Hügel mit weitem Blick zum Hafen und Fluss, der damalige Haupteingang Paraíbas.

Der Antenor Navarro Platz war ein verlassener Ort, bis die spanische Regierung seine Sanierung finanzierte, im Rahmen eines Förderungsprogramms für die ehemaligen Kolonien. Die Sanierung hat diesen Teil der Stadt komplett verändert, in dem mehr Touristen dahin gelockt wurden und auch die lokale Regierung und private Investoren indirekt dazu ermuntert wurden, die anderen Gebäude am Platz instand zu setzen.

 

Dieser Platz ist auch das Zentrum für die alternative Szene in João Pessoa. Etliche Cafés, Kneipen und (meistens Underground) Veranstaltungen finden dort statt.

Überblick von Porto do Capim - Bild: Mirtes Siepen
Überblick von Porto do Capim - Bild: Mirtes Siepen
Hotel Globo. Bild: Marinelson Almeida
Hotel Globo. Bild: Marinelson Almeida

Alle diese Gebäude befinden sich im Stadtteil Varadouro, wo die Mieten relativ günstig sind. Die Gemeinschaft am Porto do Capim, welche aus ungefähr 500 Familien besteht, kämpft seit einigen Jahren gegen die Bedrohung von Gentrifizierung.

 

Verschiedene touristische Projekte, die als Ziel die Wiederbelebung dieses Orts haben, wurden schon vorgeschlagen, aber alle Projekte haben einen Punkt gemeinsam und zwar die Versetzung dieser Familien zu einem anderen Viertel.

 

Warum ein Plan für die Sanierung und Wiederbelebung dieses Viertels, der sowohl den Tourismus wie die jetztigen Einwohner begünstigen kann, nicht möglich ist, bleibt eine offene Frage.

Das Schießpulverhaus - Bild: Mirtes Siepen
Das Schießpulverhaus - Bild: Mirtes Siepen
São Frei Pedro Gonçalves - Bild: Mirtes Siepen
São Frei Pedro Gonçalves - Bild: Mirtes Siepen