Das Junifest

Ein typischer Feiertag im Nordosten

Bild: Eduardo Coutinho
Bild: Eduardo Coutinho

Juni ist ein wichtiger Monat in Brasilien, vor allem in Nordosten wegen des Junifests. Am 13., 24. und 29. Juni feiert man die Tage von St. Anton, St. Johannes (dem das wichtigste Fest gewidmet ist) und St. Peter. Am Vorabend dieser Tage wird auch schon gefeiert.

 

Der 12. Juni, der Vorabend von St. Anton, ist auch der brasilianische Valentinstag. St. Anton ist in Brasilien bekannt als "der Heilige der Hochzeit" und deswegen ist er dafür verantwortlich, dass die Paare sich in einander verlieben.

Canjica - Bild: Fernanda Stephanie R. Carvalho
Canjica - Bild: Fernanda Stephanie R. Carvalho

Das Essen für das Junifest ist sehr typisch, meistens aus Mais. Ein paar Beispiele sind Canjica (Maispudding) und Pamonha (Maisknödel), Popcorn, Maiskolben (gekocht oder gegrillt) und Munguzá (eine süsse Suppe aus Mais).

 

Feuerwerkskörper sorgen für buntes Licht am Himmel und machen die ganze Nacht genug Krach. Lagerfeuer werden vor der Haustür angezündet und die Häuser werden mit bunten Fähnchen dekoriert.

Bild: Isabella Caetano
Bild: Isabella Caetano

Die Quadrilha ist ein Höhepunkt. Dieser Tanz ist noch ein Erbe der Europäer aus dem 16. Jahrhundert und spielt eine zentrale Rolle im Junifest. Zu dem Klang von Akkordeons, Konzertinas, Triangel und Zabumba (Basstrommel) tanzen die Menschen eine bestimmte Choreografie in Paaren.

 

Sie tragen bunte Kostüme, die eine hinterwäldlerische Karikatur darstellen. Dieses Fest ist auch unter den Kindern sehr beliebt.

 

Das traditionelle Junifest ist im Nordosten noch sehr verbreitet, besonders auf dem Land. Es gehört zu den einzigartigsten und authentischsten Festen in Brasilien, das man auf keinen Fall verpassen sollte.